Als konventionelles Licht in der Veranstaltungstechnik bezeichnet man fest montierte Scheinwerfer, bei denen meist nur die Helligkeit fern steuerbar ist. Weitere optische Parameter müssen vor der Show mechanisch am Scheinwerfer eingestellt werden, so z.B. der Lichtaustrittswinkel. Um unterschiedliche Farben zu erhalten, müssen manuell Farbfilter in die Scheinwerfer eingesetzt werden. Im Gegensatz zum konventionellen Licht existiert das sogenannte „intelligente Licht“, bei dem weitaus mehr Funktionen fern steuerbar sind. Zu dieser Gruppe zählen zum einen die LED-Scheinwerfer als auch die Moving Lights.
Konventionelle Scheinwerfer besitzen hauptsächlich Halogenleuchtmittel, die ähnlich einer Glühlampe aufgebaut sind, allerdings eine höhere Lichtleistung haben. Im Gegensatz zum Sonnenlicht enthält Halogenlampenlicht mehr Rotanteile, was das Weißlicht leicht gelblich wirken lässt, so wie man es von einer einfachen Haushaltslampe gewohnt ist. Diese leicht gelbliche Färbung wird fachspezifisch mit einer Farbtemperatur von ca. 3000 Kelvin beschrieben und als warm und angenehm empfunden, im Gegensatz zu dem leicht bläulichen kalten Weißlicht von Moving Lights und LED-Scheinwerfern.
Der große Nachteil von Halogenscheinwerfern ist der hohe Energieverlust. Ein Großteil der aufgebrachten Energie wird nicht in Licht, sondern in Wärme umgewandelt. Die Zukunft liegt in den umweltfreundlichen und energiesparenden LED-Scheinwerfern.
Wichtige Scheinwerfertypen:
Die Stufenlinse
Die Stufenlinse dient zur gleichmäßigen, flächigen Ausleuchtung einer Szenenfläche mit Weißlicht. Die Lichtintensität nimmt vom Zentrum nach außen hin ab, sodass sich ein weicher Lichtrand ergibt. Mit sogenannten Torblenden (= zusätzliche Klappen vor dem Scheinwerfer) lässt sich der Lichtkegel auf eine Fläche begrenzen. Den Lichtaustrittswinkel kann man zwischen der Stellung Spot und Flut stufenlos einstellen.
Der Profilscheinwerfer
Ein Profilscheinwerfer besitzt eine weitere Linse, wodurch sich enge, scharf begrenzte Lichtkegel realisieren lassen. Mit seiner Optik und der Iris und Blendenschiebern lassen sich Fläche genau abgrenzen. Außerdem kann man mit Gobos Muster oder Motive zu projizieren. Dabei ist auch die Schärfe einstellbar. Dieser Scheinwerfer ist hauptsächlich in der Theatertechnik zu finden.
Der PAR-Scheinwerfer
Die Abkürzung PAR steht für Parabolic Reflector. Bei diesen Scheinwerfern ist das Leuchtmittel mit einem Parabolreflektor zu einer Einheit zusammengefasst. Das macht den Scheinwerfer kompakt und billig, bedingt aber auch, dass keinerlei Einstellungen mehr veränderbar sind. PAR-Scheinwerfer werden auf der Bühne meist als farbiges Effektlicht eingesetzt, indem vor jedem Scheinwerfer der gewünschte Farbfilter gesetzt wird. Man verwendet PAR-Scheinwerfer meistens nicht einzeln, sondern zu 4er oder 6er Gruppen zusammengefasst. So eine Einheit nennt man dann 4er/6er Bar. Diese Zusammenfassung dient der einfacheren Verkabelung und Ansteuerung der Scheinwerfer.