Weißlicht

Auf der Bühne werden für die Grundbeleuchtung nach wie vor größtenteils Halogenscheinwerfer eingesetzt. Halogenleuchtmittel sind ähnlich einer Glühlampe aufgebaut, allerdings besitzen sie eine höhere Lichtleistung. Im Gegensatz zu Sonnenlicht enthält Halogenlicht mehr Rotanteile, was das Weißlicht leicht orange wirken lässt, so wie man es von einer Haushaltslampe gewohnt ist. Diese leichte orange Färbung wird fachspezifisch mit einer Farbtemperatur von ca. 2800-3200 Kelvin beschrieben, als warm und angenehm empfunden und deshalb auch warmweiß genannt. Der große Nachteil von Halogenscheinwerfern ist allerdings der hohe Energieverbrauch. Ein Großteil der aufgebrachten Energie wird nicht in Licht, sondern in Wärme umgewandelt.

Tageslichtscheinwerfer

Im Film und Fernsehen, sowie bei Messen, Ausstellungen oder Industrieveranstaltung werden für die Beleuchtung oftmals auch Scheinwerfer mit Entladungslampen verwendet. Entladungslampen haben eine höhere Lichtausbeute und bessere Farbwiedergabe als Halogenlampen und erzeugen Farbtemperaturen von 5000-6500 Kelvin. Weil die spektrale Zusammensetzung des Weißlichts dem Sonnenlicht ähnelt, werden diese Scheinwerfer auch als Tageslichtscheinwerfer bezeichnet. Im Gegensatz zu Halogenscheinwerfern wirkt das Licht heller und weißer und wird auch oft mit dem Begriff kaltweiß beschrieben.

LED-Scheinwerfer

Die Zukunft gehört allerdings den energiesparenden LED-Scheinwerfern. Durch ihre höhere Effizienz und ihre Langlebigkeit ersetzen sie zunehmend die anderen Leuchtmittel. Momentan ist es noch etwas schwierig ein schönes und gleichmäßiges Weißlicht zu erzeugen. Das Licht von LED-Scheinwerfern hat teilweise Farbschatten und eine bläuliche Färbung. Außerdem ist die Dimmbarkeit von LED-Scheinwerfern noch nicht so stufenlos wie bei Halogenscheinwerfern möglich.

 

 

 

 

Scheinwerfertypen

Für Weißlicht werden häufig Stufenlinsen, PAR-Scheinwerfer oder Profilscheinwerfer verwendet. Bei diesen Scheinwerfern lässt sich meist nur der Parameter Helligkeit über das Lichtpult fernsteuern. Weitere optische Parameter, wie z.B. der Lichtaustrittswinkel oder die Scheinwerferposition werden vor der Show mechanisch am Scheinwerfer eingestellt.

Die Stufenlinse

Die Stufenlinse dient zur gleichmäßigen, flächigen Ausleuchtung einer Szenenfläche. Die Lichtintensität nimmt vom Zentrum nach außen hin ab, sodass sich ein weicher Lichtrand ergibt. Mit sogenannten Torblenden (= zusätzliche Klappen vor dem Scheinwerfer) lässt sich der Lichtkegel auf eine Fläche begrenzen. Den Lichtaustrittswinkel kann durch verschieben der Linse verändert werden.

Der Profilscheinwerfer

Ein Profilscheinwerfer besitzt eine weitere Linse, wodurch sich enge, scharf begrenzte Lichtkegel realisieren lassen. Mit seiner Optik und der Iris und Blendenschiebern lassen sich Fläche genau abgrenzen. Außerdem kann man mit Gobos Muster oder Motive projizieren. Dabei ist auch die Schärfe einstellbar. Dieser Scheinwerfer wird oft im Theater verwendet.

Der PAR-Scheinwerfer

Die Abkürzung PAR steht für Parabolic Reflector. Bei diesen Scheinwerfern ist das Leuchtmittel mit einem Parabolreflektor zu einer Einheit zusammengefasst. Das macht den Scheinwerfer kompakt und billig, bedingt aber auch, dass keine weiteren Einstellungen möglich sind.